Zorneding geht in Führung
Nach einer langen Periode des Zauderns und Lavierens setzte der Gemeinderat Zorneding am 24.11. endlich ein positives Signal für den Windpark am Rand des Ebersberger Forstes.
Die SPD-Fraktion und die GRÜNEN hatten gemeinsam beantragt, die Anfrage an die Gemeinde ohne Abstriche zu befürworten. Damit hatte der Gemeinderat eine Alternative zum Beschlussvorschlag der Verwaltung, auf den sich die CSU-Bürgermeister aus Anzing, Vaterstetten und Zorneding in einer Nacht- und Nebel-Aktion verständigt hatten. Sie wollten eine abgespeckte Planung mit nur 5 Windrädern und einer Verschiebung um 500 Meter tiefer in den Forst.
Eine Entfernung von mehr als 1000 Meter brächte keine Vorteile. Die Windkraft-Gegner gaben sich mit diesem Vorschlag auch folgerichtig nicht zufrieden. Wer an der Informationsfahrt des Landkreises teilgenommen hat, weiss, dass ein Mindestabstand von 1000m zu den Wohnhäusern gut bemessen ist - weniger als kein Geräusch ist nicht erzielbar.
Eine Verschiebung tiefer in den Wald würde das Projekt insgesamt gefährden und einen negativen Präzedenzfall schaffen. Für den Wald macht es schon einen Unterschied, ob man die Windenergie im Randbereich oder im Kernbereich des Ebersberger Forstes erntet.
Der Verzicht auf ein Windrad hätte auch weniger Reduzierung der CO2-Belastung durch fossile Energieerzeugung bedeutet und natürlich mehr anteilige Kosten für die Infrastruktur.
Nach kurzer Debatte fasste der Gemeinderat mit einer Mehrheit von 11:8 Stimmen den Beschluss:
"Der Gemeinderat stimmt dem geplanten Windpark im Ebersberger Forst unter der Voraussetzung zu, dass dort maximal sechs Windräder in einem Mindestabstand von 1000 Metern zur nächsten Wohnbebauung errichtet werden."
Damit ist der Schlingerkurs der CSU erst einmal gescheitert.
Jetzt sind die Kolleginnen und Kollegen in Vaterstetten und Anzing gefordert, ihren Teil zum Gelingen des Windpark-Projektes beizutragen.
