Argumente Pro-Windkraft und für den Windpark im Eberberger Forst
15.07.2011 von Thomas Vogt
Ökologisch wie ökonomisch ist die Erzeugung von Strom aus Windkraft sinnvoll. Windenergie hat einer der besten Energiebilanzen aller erneuerbaren Energien.

Windräder haben meist nach wenigen Monaten Betrieb die Energie erzeugt, die für die Herstellung und Installation der Windrädern benötigt wird.
Auch für Bayern und den Landkreis Ebersberg sollte die Windenergie Teil des Energiemixes sein. Dr. Bettina Marquis ist stellvertretende Vorsitzende des SPD-Kreisverband Ebersberg. Sie hat 10 Argumente für die Windenrgie aufgelistet:
Sonne, Wind und die Geothermie sind die für Bayern am besten geeigneten Arten der Erneuerbaren Energien. Es gibt keine Kosten für Primärenergie und keinen zusätzlichen Verkehr. Windräder verschmutzen die Atmosphäre nicht. Windkraft ist um zwanzigmal effektiver als Sonnenenergie. Daher sind die Windräder neuen Typs ein großer Schritt in die richtige Richtung.
Ein Windpark ist auf 20 Jahre berechnet und kann dann auch rückgebaut werden. Atomkraft strahlt und schadet Jahrtausende.
Der Landkreis will bis 2030 unabhängig von fossilen Brennstoffen sein. Windräder sind ein großer Beitrag, dieses Ziel dann auch zu erreichen.
Der Ausbau der Erneuerbaren Energien muss auch bei uns vor Ort, und nicht immer nur woanders stattfinden. Das Floriansprinzip wird keine Lösung sein können und bringt auch die Sache und die Menschheit nicht voran.
Die Bayerischen Staatsforsten hätten ihren Grund niemals zur Verfügung gestellt, wenn es für den Bestand des Waldes zu beeinträchtigend wäre oder den Wert des Forstes mindern würde.
Der Ausstieg Deutschlands aus der Atomkraft ist ein Schritt, der uns sehr viele Chancen gibt und Deutschland zu einem Vorbild in Europa und der Welt macht. Wenn ein Land wie unseres zeigt, dass es geht, dann trauen es sich auch andere zu. Schon jetzt wird Deutschland viel beachtet.
Es ist wichtig, dass auch die effektive Windkraft in Bayern fester Bestandteil des Energiemixes wird. Die Technologie darf nicht nur in Offshore-Windparks an der Küste genutzt und gefördert werden, sondern auch auf dem Land.
Auch diese Energieform ist eine gute Möglichkeit für Landwirte, zusätzliches Einkommen zu erwirtschaften, zumal die Fläche um die Anlagenfüße herum weiterhin landwirtschaftlich genutzt werden kann.
Die geplante Windkraftanlage ist ein Investitionsprojekt von der Region für die Region. Es ermöglicht Bürgerbeteiligung und Wertschöpfung vor Ort. Das macht uns unabhängiger von den Energieriesen. Regionale Kreisläufe sind zu unterstützen.
So wichtig, wie die Sicht der jeweils unmittelbar Betroffenen und auch der Zweifler ist, das Ziel ist ein viel Höheres. Es geht nicht nur um forstnahe Ortsteile von Anzing, Zorneding oder Vaterstetten, es geht schon um mehr. Auch die Menschen in den anderen Gemeinden wollen, dass es als wichtigen ersten Baustein für die Energiewende bei uns diesen Windpark im Ebersberger Forst gibt. Das ist ein wichtiges Zukunftsprojekt für den ganzen Landkreis und für die Region.