SPD-Kreisverband Ebersberg steht zur Energiewende

17.07.2011 von Thomas Vogt

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Der geplante Windpark am nordwestlichen Rand des Ebersberger Forstes ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Energiewende 2030, die bereits 2006 im Landkreis einstimmig beschlossen wurde und am 16.Mai 2011 durch den gemeinsamen Antrag aller im Kreistag vertretenen Parteien nochmals bestätigt wurde.

Der SPD-Kreisverband steht zur Energiewende und ist der Meinung, dass grünes Licht für die weiteren Planungsschritte des Windparks gegeben werden sollte. Eine Entscheidung für den Bau kann sowieso erst nach den Windmessungen und den entsprechenden Umwelt- und Immissionsprüfungen getroffen werden.

In den bisherigen Vorplanungsschritten wurde allergrößter Wert darauf gelegt, dass Beeinträchtigungen ausgeschlossen werden. Allerdings muss auf die bei wenigen Bürgern noch vorhandene Skepsis eingegangen werden. Entsprechenden Fachleuten muss in Informationsveranstaltungen die Möglichkeit gegeben werden, Daten und Fakten in sachlicher Form darzustellen, um damit mögliche Bedenken auszuräumen.

In Zorneding wurde sachlich informiert und diskutiert. Die Bürgerversammlung im Ortsteil Pöring hat mit klarer Mehrheit den Gemeinderat aufgefordert, der weiteren Exploration des Projektes zuzustimmen. Denn grundsätzliche Vorbehalte äußerten in der Versammlung nur wenige Bürger.

In Anzing und Vaterstetten hat das leider weniger gut geklappt. Beide Versammlungen konnten sich nicht zu einer klaren Position zum Windpark durchringen. Dabei war es ein fataler Fehler, dass weder der Landrat, noch einer seiner Stellvertreter anwesend war.

Die Diskussionen um Windpark werden aber nicht nur in den Bürgerversammlungen geführt. Auch online wird das Thema sehr intensiv auf Facebook & Co diskutiert. Bei Merkur-Online schrieb zum Beispiel dazu M. Hörbiger:

"Der sehr gute Besuch der Bürgerversammlung hat zumindest gezeigt, dass der Bürger interessiert ist, wenn man ihn fragt. Wenn er vor den Entscheidungen Gelegenheit hat, sich im Detail zu informieren.

Selbstverständlich sind die Windräder eine Belastung für die Pöringer, Ingelsberger und Wolfesinger. Aber wird haben alle irgendwelche Belastungen zu tragen. Wer keinen Mobilfunkmasten vor der Tür hat, wohnt vielleicht an der Ortsdurchfahrt B304, die wie alle anderen Hauptzufahrtsstrassen keine verkehrsberuhigten Zonen sind.

Wer keinen Wertstoffcontainer vor der Tür hat, hört den Lärm von der S-Bahn, der mit der Fertigstellung des Brenner-Basistunnels auch nicht weniger wird. Oder man hat eben die Windräder. In einer Gemeinschaft hat jeder eine Last für alle anderen mitzutragen.

Aber wer die Energiewende will, muss sie auch hier bei uns wollen. Wie sagte jemand - auf der Bürgerversammlung in Zorneding (Anm. der Redaktion) - "Ich wohne lieber 1200 Meter vom Windrad entfernt, als 70 KM vom nächsten AKW". So geht es mir auch."

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